Evaluation des iPad-Projekts

 

Ähnlich wie die Stadt Wiesbaden und andere Städte und Kommunen führte die Freiherr-vom-Stein-Schule in Fulda im Schuljahr 2012/12 eine erste iPad-Projekt-Klasse ein. Das Wiesbadener Projekt wurde von Prof. Dr. Stefan Aufenanger von der Universität Mainz begleitet und wissenschaftlich dokumentiert.

Nach dem Vorbild der Wiesbadener Schulen wurde das iPad-Klassen Projekt der Freiherr-vom-Stein-Schule von der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart, vertreten durch Professor Dr. Frank Thissen, wissenschaftlich begleitet, was durch eine Kooperation der HdM Stuttgart mit dem Staatlichen Schulamt Fulda und dem Medienzentrum ermöglicht wurde.

Diese wissenschaftliche Begleitung unterstützt die Freiherr-vom-Stein-Schule dabei, ihre durch den Einsatz der digitalen Endgeräte gewonnenen Erfahrungen beim Einsatz des iPads in heterogenen Lerngruppen zu dokumentieren und durch deren Auswertung optimieren, aber auch die didaktische Gestaltung und Umsetzung von Angeboten sowie in die nachhaltige Implementierung und Verankerung der Angebote in der Schule weiter auf- und auszubauen.
Dazu werden Online-Fragebögen und Interviews eingesetzt, weitere Erfahrungen werden durch die Erstellung von praxisbegleitenden Bachelorarbeiten zu schulisch relevanten Themen gewonnen, die lerntheoretische Inhalte praktisch umsetzen und empirisch erforschen. 

 Bisher sind folgende Arbeiten rund um das Unterrichten mit Tablets an der Freiherr-vom-Stein-Schule angefertigt worden: 

icon-Blog-FvSSIm Februar 2017 wurde das Thema "Social Media in der Schule .... ?" im Rahmen einer Bachelorarbeit erschlossen. Hierbei wurde untersucht, inwieweit die ubiquitären "Social Media", die von allen Jugendlichen selbstverständlich benutzt werden, eine Gefahr oder ein Segen für den Unterricht sind. 

icon-Blog-FvSS2016 wurde im Rahmen eines achtwöchigen Unterrichtsprojektes  der "Unterrichtseinsatz von eBooks" zum curricularen Thema "Nature and Environment" in fünf verschiedenen Klassen 10 untersucht, von denen 4 traditionell unterrichtet wurden, eine Klasse aber ausschließlich mit iPads arbeitet. Diese Vergleichsgruppe wurde dann nochmals in einen Teil, der das Thema mit iTunes-U Kursen bearbeitet und einen Teil, der ein eigenes eBook zu diesem Thema erstellt, unterteilt. Die Ergebnisse wurden dann anlässlich des Medientages 2016 an der Freiherr-vom-Stein-Schule vorgetragen.

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2015 untersuchte ein Team von Studenten de HdM unter dem Thema "Big Data - Datenschutz auf dem Smartphone". Dazu wurde im Rahmen einer Online-Befragung der Schüler untersucht, in wieweit sie sich der Risiken, die der Datenschutz darstellen kann, bewusst werden. Diese Befragung wurde vor Beginn des Projektes und am Ende der Studie nach dem unterrichtsbegleitenden Workshop zu diesem Thema durchgeführt.

Diese empirisch gewonnen wissenschaftlichen Ergebnisse leisten einen Beitrag zur Erforschung der Relevanz digitaler Medien im Unterricht und dokumentieren unter anderem, ob und wie der Einsatz mobiler Endgeräte den Unterricht verändert.


Diese Arbeiten und die wissenschaftliche Begleitung helfen der Freiherr-vom-Stein-Schule dabei, Herausforderungen und Barrieren sowie Chancen und Potentiale der entwickelten Konzepte und Formate zu ergründen und zu dokumentieren und entwickelt gleichzeitig Vorschläge für eine nachhaltige Implementierung des Lebenslangen Lernens an Schulen, aber auch an Hochschulen auf methodischer, organisatorischer und didaktischer Ebene.

Die Ergebnisse und Erfahrungen dieser Untersuchungen könnten einen wichtigen Beitrag zur Profilbildung von Schulen, Hochschulen oder anderen Bildungsinstitutionen im Hinblick auf die Weiterentwicklung des Konzepts des Lebenslangen Lernens und die Implementierung digitaler Medien zur Umsetzung nachhaltiger Lehr- und Lernprozesse leisten. 

Darüber hinaus werden die Ergebnisse dieser wissenschaftliche Begleitung sowohl an der Hochschule der Medien in Stuttgart als auch an der Freiherr-vom-Stein-Schule in Fulda, aber auch anlässlich von Veranstaltungen wie der Learntech in Karlsruhe im Rahmen von Tagungen, Workshops und Seminaren einer breiten Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht.