Neue Medien und Multifunktionsräume


Ist-Zustand an manchen Schulen ...


Allgemein wird den deutschen Schulen kein gutes Zeugnis in Bezug auf die Digitalisierung und die Nutzung der digitalen Medien ausgestellt, was das folgende Zitat aus der Zeit Online dokumentiert:

"Wer sich in deutschen Klassenzimmern umsieht und mit einschlägigen Experten spricht, der ahnt schon heute, dass das Ergebnis nicht besonders gut ausfallen kann. Hierzulande wird den Schülern die mediale Alphabetisierung schwer gemacht. Die Ausstattung der Schulen mit Computern ist im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich, das Thema digitale Medien im Curriculum nur unzureichend verankert, die Haltung der Lehrer von Skepsis geprägt: So fasste die Enquetekommission Internet und digitale Gesellschaft des Bundestags die Situation in den Schulen im vergangenen Jahr zusammen." (Quelle: Zeit Online).
Diese Misere hat viele Gründe: Zum einen sind die Kassen der Schulträger nicht so prall gefüllt, dass angesichts des Neubau-, Erhaltungs- und Sanierungsbedarfs der Schulen auch noch flächendeckend in neue Medien investiert werden könnte, zum anderen warnen die Vertreter der Verbände wie zum Beispiel der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus davor, dass eine "totale Digitalisierung" des Unterrichts "eine Reihe an möglichen Kollateralschäden" bringe (Quelle: Deutschlandradio Kultur).

So nimmt es also nicht Wunder, wenn die digitale Revolution nur zögerlich umgesetzt wird und sich die Lehrerschaft - sofern vorhanden - mit einer meist antiquierten, heterogen zusammgengestückelten und komplizierten IT-Ausstattung herumplagen muss. Klappt der Einsatz der digitalen Medien am Stundenanfang nicht auf Anhieb, schalten die meisten Kollegen sofort auf analog um, denn eine Fehlersuche würde meist erfolglos verlaufen und nur Unterrichtszeit "fressen". Das Headerbild dokumentiert die Gründe dieses Dilemmas sehr treffend.

Status Quo an der Freiherr-vom-Stein-Schule ...


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Moderne Arbeitsplätze ...   mit zentrale Anschlüssen ...   und multimediafähigen Beamern.

Dass das aber nicht so sein muss und dass es anders sein kann, beweisen die Multimediaräume der Freiherr-vom-Stein-Schule. Hier ist auf Grund der guten Zusammenarbeit und der ständigen Kommunikation mit der IT-Abteilung der Stadt Fulda ein in sich schlüssiges Konzept umgesetzt worden, das ein gutes mediales Arbeiten und Unterrichten ermöglicht.

Als Beispiel hierfür sollen die iPad-Klassenräume im E-Trakt unserer Schule genannt werden. Um einen möglichst guten Workflow zu ermöglichen, sind alle Räume technisch gleich ausgestattet, so dass sie nach dem Analogie-Prinzip bedient werden können. Alle Räume weisen einen zentralen Kabelschacht an der Stirnwand auf, in dem USB-, HDMI- und LAN-Anschlüsse zentral zur Verfügung stehen. Weiterhin haben diese Räume alle eine Masterstation (iMac / PC), einen Beamer mit zwei HDMI-Ausgägngen und sind mit Apple TVs ausgerüstet, um einen drahtlosen Datenaustausch und Multimedia-Streaming zu ermöglichen. Ergänzt wird die Ausstattung durch Stereo-Aktivboxen, die ebenfalls an der Stirn der Klassen an den Wänden montiert sind.

Außerdem werden regelmäßig Schulungen zur Benutzung der Räume angeboten und es stehen auf der Homepage der iPad-Klassen eine Reihe von tutorials zum Download bereit, die die Bedienung der technischen Geräte erklären.

Auf Grund der guten technischen Ausstattung der Freiherr-vom-Stein-Schule finden in den Räumen des E-Traktes, aber auch in den anderen Computerräumen der Schule, häufig Tagungen und Fortbildungen des Schulamtes und des Medienzentrums der Stadt Fulda statt.