MacKeeper: sinnig oder unsinnig?


Scareware


Schaut man den Begriff bei Google nach, erhält man folgende Erklärung: "Scareware (Kofferwort aus engl. scare ‚erschrecken‘ und Software) ist ein Schadprogramm, das Computerbenutzer verängstigen und so zu bestimmten Handlungen bewegen soll. (...)" Quelle: Wikipedia

Scareware basiert also einerseits auf der Unwissenheit und Gutgläubigkeit der Nutzer und andererseits auf der bewussten Täuschung  durch das Schüren von Angst.

Geschäftsstrategie



Das läuft dann ungeführ so: Man ahnt nichts Böses, besucht auch keine wirklich "bösen" Seiten, doch  plötzlich poppt ein Browser-Fenster in den Vordergrund und mahnt den User an, seinen Mac zu "säubern". Da das oft passiert, wenn man auf Streamingseiten - oder auf Seiten mit interaktiven Inhalten ist, kriegt der User allein auf Grund dieser Tatsache schon ein schlechtes Gewissen. Es könnte ja passiert sein, dass ... .

screenshot-MacKeeper

... und - wer hinterlässt schon gerene Spuren im Internet auf solchen Seiten? Deswegen verspricht der MacKeeper dem User ja dann auch, dass "private“ Browser-Daten mit seiner Hilfe gründlich gelöscht und entfernt werden könnten, um eben solche "Spuren" zu verwischen.
Dass die Praktiken der MacKeeper-Anbieter äußerst umstritten sind, sieht man schnell, wenn man den Begriff im Internet googelt:
 MacLife äußert sich zum Beispiel wie folgt über das Programm: "Im August 2015 akzeptierte der ehemalige Entwickler [von MacKeeper], ZeoBIT, einen Vergleich in einer Sammelklage in den USA. Darin wurden dem Anbieter aggressive Werbung und falsche Versprechen vorgeworfen. Die Software würde absichtlich Fehler anzeigen, hieß es in der Klage, obwohl auf dem Mac, auf dem sie installiert ist, gar keine zu finden waren. Letztlich entschied sich ZeoBIT einem Vergleich zuzustimmen und zahlte zwei Millionen US-Dollar in einen Fonds. Daraus wurden die Gerichtskosten der Kläger beglichen und Entschädigungen bezahlt. Ein Schuldeingeständnis sei der Vergleich nicht. Der neue Besitzer Kromtech hat seitdem die aggressive Werbung zurückgefahren."
Quelle: MacLife

Fazit:


Deswegen sollten sich der Nutzer gut überlegen, ob er die Installation von MacKeeper und Konsorten wagen sollte,  zumal der scheinbare "Helfer" - einmal installiert - ständig  nach kostenpflichtigen Updates verlangt, die aber keinen erkennbaren Mehrwert bieten.
Mehr hierzu erfahrt ihr bei Apfelwerk.