Zaubern mit TERMINAL

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Nur für Power-User ...



icon-power-userDer Begriff "Terminal" sowie dessen Grundfunktionsweisen kommen aus der "vorsintflutlichen-Zeit" der ersten Unix-Großrechner.

Diese wohnzimmerschran-großen Recheneinheiten verfügten bereits über ein Betriebssystem, Kernel, Festplatte etc. Die Hardware, mit er alle User arbeiteten, wurde
Terminal genannt, somit ist das heutige Terminal eher eine Emulation des Originals. Doch obwohl der Begriff eher etwas angestaubt klingt, ist das Terminal unter macOS  ist eines der leistungsstärksten "Tools" überhaupt.

Es ermöglicht nämlich dem User den Zugriff auf den Unix-Unterbau des macOS, wenn auf der GUI gar nichts mehr geht: Man kann das Terminal über den Tastaturbefehl:  +Taste "R" aktivieren, indem man den Rechner von der Recovery-Partition startet, in der man dann in der Primär-Menüleiste oben im Fenster unter der Option "Dienstprogramme" auf das Terminal zugreifen, den Mac sogar neu formatieren oder das OS neu aus dem Internet neu installieren kann.

Obwohl eigentlich das Terminal auf den ersten Blick nichts als ein Eingabefenster zu sein scheint, in dem sich Unix-Befehle ausführen lassen („Kommandozeile“), ist dessen Funktionalität mächtig. 
Das Programm "Terminal" selbst findet man  im Ordner "Dienstprogramme" ("Utilities") > "Programme" ("Applications") und kann über die Spotlight Suche aufgerufen werden.



icon-beware-of-entryDas Unix-Terminal sieht harmlos und freundlich aus, doch erweist es sich bei einem leichtferitgen Umgang mit der Konsole als gnadenloser Killer, wenn man Fehler bei der Eingabe macht! 

Diese werden nicht vergeben. Wenn man also mit dem Befehl "rm" eine Datei gelöscht hat und dann feststellt, dass es die falsche war, dann war, dann hilft nur noch beten und hoffen, dass es keine systemrelevante Datei war, denn es gibt im Terminal keinen "Papierkorb", aus dem man gelöschte Objekte zurückholen könnte.



Also Vorsicht- auch ganz einfache Tippfehler können sehr gefährlich werden. Besonders vorsichtig sollte man bei Terminal-Befehlen aus dem Internet sein. Denn es könnte sein, dass demjenigen, der einen Terminal-Befehl postet,  selbst unbemerkt und ungewollte ein  tragischer Tippfehler passiert ist ... .
Leider sind die Unix-Befehle auch kryptisch und erklären sich nur bedingt selbst - also Vorsicht!!!
Im Zweifeslfalle sollte man den Befehl vor der Eingabe nochmal googlen ....

Die hier gelisteten Terminal-Befehle sind nach bestem Wissen und Gewissen vor der Publikation getestet worden, doch übernehmen wir keinerlei Haftung:

Versteckte Dateien anzeigen


icon-mac-hidden-filesIm Terminal gibt man folgenden Befehl ein: defaults write com.apple.finder AppleShowAllFiles 1 und bestätigt die Eingabe. Man muss keinen Neustart vornehmen, damit der Befehl wirksam wird, doch ist ein Reset für den Finder erforderlich. Dazu gibt man den folgenden Befehl ein: killall Finder.

defaults write com.apple.finder AppleShowAllFiles
1

Nun erscheinen die versteckten System-Dateien und Ordner in Ihrem Finder. Falls man dieen befehl rückgängig machen möchte, ,gibt man diesen Befehl ein:
defaults write com.apple.finder AppleShowAllFiles und resettet den finder mit : killall Finder.

Ordner Library im Benutzerordner sichtbar machen


icon-visualize-library-folderMit Mac OS X 10.7 Lion wurde der Ordner Library im Benutzerordner - wohl nicht aus Bosheit, sondern zum Schutze mancher User vor sich selbst - unsichtbar gemacht.

Das das ist sehr hinderlich, wenn man zum Beispiel irgendwelche Preferences löschen will oder die HIntergrundbilder des iMacs wechslen will etc.. 
Mit folgender Terminal Eingabe kann man die Library wieder dauerhaft sichtbar machen:

chflags nohidden ~/Library


Systemuhrzeit mit Apple Time Server synchronisieren


icon-reset-system-clockWenn bei der Wiederherstellung der Systemsoftware die Fehlermeldung: "Der Wiederherstellungsserver konnte nicht erreicht werden"  ist das kein Problem, man muss dann nur die Systemzeit wieder korrekt einstellen.

Dazu  öffnet man im Hauptfenster des Wiederherstellungs-Assistenten ganz oben in der Menüleiste die Option "Terminal"  und gibt folgenden String  - ntpdate -u time.apple.com - im Programmfenster ein und bestätigt die Eingabe mit "Enter". 

ntpdate -u time.apple.com

Damit wird die Systemzeit des Rechners sofort synchronisiert und das Laden über den Wiederherstellungsserver klappt problemlos.

 

CD  über Terminal-Befehl auswerfen


icon-eject-ssruck-DVDSehr zur Freude eines jeden Users kommt es manchmal vor, dass sich nach der Benutzung eine DVD aus dem externen DVD-Drive nicht regulärüber die Tastatur auswerfen lassen will.

In diesem Fall kann man das zwangsweise Auswerfen mit einem Terminal-Befehl bewirken. Man öffnet das Terminal gibt folgenden Befehl ein:  

drutil tray eject 

Nachdem man diesen Befehl mit Enter bestätigt hat, wird die DVD problemlos ausgeworfen.


TRIM vor dem Einau einer SSD aktivieren


round-icon-TRIM-SSDTRIM ist ein Befehl zur Markierung ungenutzter oder ungültiger Datenblöcke auf Speichermedien zum Zweck der späteren Wiederbeschreibung.[1]  (...) [der Controller des Solid-State-Laufwerks erhält diese Informationen in der Regel jedoch nicht." (Wikipedia).
Um TRIM zu aktiveren, muss man sich als Administrator und den notwenigen Rechten einloggen. Dann öffnet man Terminal und gibt foldenden Befehl ein und bestätigt mit "Y" und "enter".

sudo trimforce enable 

Das System kündigt nun einen Neustart, der wiederum bestätigt werden muss. Jetzt klickt man dann auf das Apple-Icon  links in der Menüleiste und aktiviert: "über diesen Mac". In dem sich nun zeigenden Dialogfenster klickt man dann auf "Systembericht ..." und wählt aus der Liste links im Fenster den Eintrag "SATA/SATA Express" aus. Aktiviert man diesen, so sollte dort jetzt folgendes zu lesen sein: "TRIM-Unterstützung: Ja". 


Phantom-Benutzer "Andere ..." löschen


round-icon-root-accountMit der Benutzerverwaltung ist alles in schönster Ordnung - bis man das Passwort des Admins ändert. Ab dann zeigt der Startscreen beim Login plötzlich den Benutzer "Andere ...", obwohl man den gar nicht angelegt hat. Doch mit dem Ändern des Root–Passworts wirde der  Root-Account auch aktiviert: daher der Eintrag "Andere ..."   . Der der Root-Account taucht nämlich sonst in der Liste der Benutzer  nicht exolizit auf.
Wen also das vorhandensein des Root-Benutzers "Andere ..." aus irgendeinem Grund stört, der kann mit einem schlichen Terminal-befehl abhilfe schaffen:

dsenableroot -d

Erstellungszeit von Dokumenten anpassen


Erstellungsdatum-zurücksetzen-TerminalAngenommen man macht eine Fotoserie über ein Projekt und nimmt Bilder an verschiedenen Tagen auf, will aber alle Aufnahmen des Projektes mit demselben Erstellungsdatum versehen, um die Such in Fotos zu vereinfachen: Das ist mit folgendem Befehl leicht möglich:

touch -t 1710101845 /Users/nameoftheowner/Desktop/image.jpg.

In unserem Falle wären hätten die Bilder das Erstellungsdatum des 10.03.2024/ 21:17:25 Uhr (=> 1710101845). Den Timestamp kann man unter folgendem Link ermitteln - dann muss nur noch der letzte Teil des Befehls muss natürlich indviduuell angepasst werden und fertig!