BETT, London, 22. - 25.92.2014 


 Die BETT (British Educational Training and Technology Show), die vom 22. bis zum 25. Januar 2014 in London, im Kings Place stattfand, ist eine der größten Messen in Europa, die den Einsatz neuer Technologien im Bildungswesen präsentiert.  


Diese jährliche Messe zog circa 30.000 Besucher aus über 100 verschiedenen Ländern an, wo eine große Anzahl von Seminaren von namhafter Anbietern allen an Bildung interessierten Informationen über Weiterbildungschancen sowie Vorträge, Hands-on-workshops etc. anboten.
Die Inhalte der Veranstaltung waren zum einen Erfahrungsberichte verschiedener europäischer Schulen, die mit iPads arbeiten. Zum anderen wurden auch Ergebnisse wissenschaftlicher Studien zum Einsatz von iPads diskutiert.

Von deutscher Seite war zum Beispiel Prof. Dr. Stefan Aufenanger von der Universität Mainz vertreten, einem der führenden Köpfe im Bereich Schule und neue Medien. Sein Themenheft: "Tablets in der Schule“, das zusammen mit Jürgen Schlieszeit herausgegeben worden ist, gehört zum wissenschaftlichen Standard-Lektürekanon für die neuen Medien. Aufenanager untersucht hier die Auswirkungen des Einsatzes von iPads im Musikunterricht und anderer Fächer an der Grundschule.
Außerdem werden in diesem Themenheft auch Apps beschrieben, mit denen ein handlungsorientierter Unterricht umgesetzt werden kann. Weiterhin beschäftigen sich die Autoren allgemein mit der Frage, wie Tablets in Schule integriert werden können.

Die Einladung von OStRin Sybille Unterstab und OStR Dieter Umlauf, dem Leitungsteam der iPad-Klasse der Freiherr-vom-Stein-Schule, zu einem solchen hochkarätigen Event kann als „Adelsschlag“ angesehen werden, da auf dieser Ebene nur Vertreter hochkarätiger Bildungseinrichtungen als VIP-Gäste geladen wurden.
Die Messetickets spendierte Apple, Fahrt und Unterkunft wurden privat aus eigener Tasche bezahlt, so dass der Schule und dem Steuerzahler keine Kosten entstanden.

Als Resümee der Vorträge und Workshops der BETT lässt sich in Bezug auf den Einsatz von iPads in der Schule folgendes sagen: Wirklich nachhaltige Erfolge und Erfahrungen konnten meist nur im Rahmen des Einsatzes in „one-to-one“-Modellen gemacht werden gemacht werden, so dass jeder Schüler sein eigenes iPad im Unterricht besitzt, das er/sie auch privat nutzen kann. Als Resume der Erfahrungen der ersten Jahre stellten viele Bildungseinrichtungen fest, dass ein sinnvoller Unterricht keines App-Feuerwerkes bedarf, sondern sehr gut mit Hilfe der Standard-Apps, wie Pages, iMovie, Numbers, iPhoto, GarageBand, die kostenlos mit jedem Gerät mitgeliefert werden, ausgeführt werden kann.

Anhand wissenschaftlicher Untersuchungen, die unabhängig voneinander in verschiedenen europäischen und außereuropäischen Ländern und in verschiedenen Schulformen durchgeführt worden sind, wurde dargelegt bzw. bestätigt, dass der Einsatz von iPads nicht nur die Motivation der Schüler/-innen steigert, sondern auch schulische Erfolge verbessern kann - so konnte beispielsweise eine Schule in einer wirtschaftlichen Krisenregion in England die sog. „Graduation Rate" ihrer Schüler/-innen durch die konsequente Umstellung des Unterrichts gemäß konnektivistischen Prinzipien und dem konsequenten Einsatz Neuer Medien von 28 % auf annähernd 100 % steigern.

Dieser Erfolg ließ sich, laut einer unabhängigen Studie des britischen Kultusministeriums, auf den Einsatz der iPads zurückführen. Auf der BETT konnten wertvolle Erkenntnisse in Bezug auf den Einsatz des iPads im Unterricht sowie für deren Einsatz in Lernszenarien gewonnen werden, die in den kommenden Schuljahren an der Freiherr-vom-Stein-Schule umgesetzt werden sollen.